In nur vier Monaten wurde der Zubau des Veranstaltungszentrums in St. Pölten fertiggestellt. Entstanden ist ein neuer Foyer- und Restaurantbereich aus Betonfertigteilen mit einer einzigartigen Sichtbetonfassade.

Der vorgegebene Zeitrahmen war äußerst knapp: Das VAZ in St. Pölten musste zwischen dem Frequency-Festival Ende August 2019 und dem Hauptstadtball Anfang Jänner 2020 umgebaut werden: Das Bauprojekt umfasste einen neuen Foyerbereich und ein Restaurant. Angesichts der knappen Bauzeit entschied sich der Bauherr für eine Bauweise mit vorgefertigten Bauteilen aus Beton. „Dieser ambitionierte Zeitplan konnte eigentlich nur mit der Fertigteil-Bauweise eingehalten werden“, erzählt Georg Wieder, Geschäftsführer des Betonfertigteilwerks Trepka, das die Betonfertigteile produzierte und montierte. Insgesamt wurden im Rahmen des Bauprojekts 318 Stück vorgefertigte Bauteile eingesetzt: als Säulen, Träger, Fundamente, Kassettendecken und vor allem die sogenannten Sandwichwandelemente für die gedämmte Fassade.

Fassade als Prachtstück

Gerade die Fassade aus Sichtbeton ist ein Highlight des Bauprojekts: Sie ist sandgestrahlt und setzt dreidimensionale Akzente, die Sandwichwandelemente sind dazu kerngedämmt. Das Besondere daran: Die Fassade hat geschwungene Erhebungen – ihre Schalung wurde mittels CNC-Fräsung der Schalflächen bei einer Frästiefe bis 40 Millimeter im Betonwerk hergestellt. „Nur die gewählte Fertigteil-Bauweise ermöglichte eine so hochwertige Sichtbetonausführung der Fassade. Der Schalungsbau im Werk selbst war dementsprechend sehr aufwändig, aber zugleich auch ressourcenschonend, da wir die Schalungen wiederverwenden konnten“, so Wieder.

Wandplatten als Herausforderung

Eine weitere Besonderheit dieses Projektes waren riesige Wandplatten, die man mit komplexen Fenster- und Türenaussparungen kombinieren musste. „Die Verbindungen zwischen den Wandelementen waren eine ziemliche Herausforderung für die Techniker und das Montageteam – die Aussparungen für Türen und Fenster waren zum Teil so groß, dass man die Wandelemente fast zur Gänze unterbrechen musste. Das hatte natürlich Auswirkungen auf die Bewehrungsführung im Inneren der Platten. Wir mussten hier mit viel Sorgfalt und Präzision arbeiten, damit statisch alles einwandfrei funktioniert“, erklärt Georg Wieder.

Das VAZ St. Pölten ist ein Beweis dafür, dass durch den Einsatz von Betonfertigteilen auch herausfordernde Bauprojekte in kurzer Zeit umgesetzt werden können.

Bilder: Trepka

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