Pflasterung ist die wohl am längsten bestehende Befestigung von Straßen und Plätzen. Bei einem Rundgang durch die historischen Straßen Wiens geht man auf verschiedenen Pflastersteinen aus den vergangenen Jahrhunderten. Gerade wegen der Anforderungen im öffentlichen Raum sind sichere, dauerhafte und wartungsarme Materialien gefragt – und dafür ist Beton eine ideale Lösung.

Ob es um die Gestaltung von öffentlichen Flächen geht, den Garten oder die eigene Terrasse – Betonsteine sind vielseitig einsetzbar. Vor allem öffentliche Plätze sind architektonisch wertvolle Gestaltungselemente. Gerade deshalb spricht vieles für den Einsatz von Beton: Denn das Material ist beinahe beliebig formbar und in verschiedensten Formaten erhältlich – von kleinen Pflastersteinen über verschiedenste Verbundsteine bis hin zu größeren Betonplatten. Die Farbe der natürlichen Gesteinskörnungen des Betons prägt die Farbe der Flächen. Zudem kann Beton mit verschiedenen natürlichen Farben zusätzlich gefärbt werden.

Anforderung an Kontraste

Betonpflaster erfüllen auch wichtige Sicherheitsaspekte: Bei schlechter Sicht oder in Dunkelheit macht die helle Oberfläche von Beton die Straßen sicherer. Schlechter sehende und blinde Menschen werden durch die Kontraste farblich abgestimmter oder durch strukturell abgesetzte Leitsysteme geleitet. Die raue Oberfläche macht Pflaster zudem auch weitgehend rutschsicher.

Gerade im öffentlichen Bereich müssen Flächen immer zusätzlichen Belastungen standhalten. Sehr oft werden die Flächen auch durch schwerere Fahrzeuge für Zustellungen oder (Wartungs-)Arbeiten (z.B. an angrenzenden Bauwerken) stark beansprucht. Selbst Abstützen von LKW und Kränen ist aber kein Problem für die hohen Druckfestigkeiten und Spaltzugfestigkeiten von Betonsteinsystemen.

Betonpflaster sind robust, langlebig und gezielt wasser(un)durchlässig

Für die Oberflächen von Betonpflastersteinen werden zumeist eigene, spezielle härtere Gesteinskörnungen (z.B. Quarz) verwendet. In Österreich hergestellte Pflastersteine und Platten sind im Allgemeinen gegen Angriff von Frost und Tausalzen beständig. Andere Taumittel außer Salz sollten bei Pflaster jedoch nicht verwendet werden. Auch die Wartung und Reinigung ist problemlos möglich, z.B. mit Kehrmaschinen. Und sollte es zu unvermeidlichen Grabungen (z.B. Aufgraben für Leitungen) in einer Fläche kommen – kein Problem, die Pflasterelemente können entnommen, gelagert und am Ende wieder eingebaut werden. Der typische „Fleckerlteppich“ wird vermieden.

Für besondere Ansprüche können die Oberflächen auch noch mit eigens entwickelten Beschichtungen behandelt werden (z.B. Teflon), damit werden dann auch hartnäckige Verschmutzungen keine Chance haben.

Je nach Anforderung können Betonpflastersysteme wasserdurchlässig oder dicht hergestellt werden. So kann gezielt auf das jeweilige Mikroklima eingegangen werden – und gerade bei Hitzewellen kann durch die Verdunstung aus dem Boden Erleichterung geschaffen werden. Umgekehrt kann bei Regen wieder – je nach System – Wasser direkt versickern oder es läuft aufgrund der strukturierten Oberfläche zumindest langsamer ab und aufgrund der Rauigkeit trocknet es auch wieder schneller ab.  

Fazit:

Im öffentlichen Bereich gibt es unzählige wunderbare Verwendungsmöglichkeiten für Flächenbefestigung aus Betonpflaster und -platten. Alle Anforderungen an Gestaltung, Komfort, technische Eigenschaften, Wartung und Langlebigkeit werden mit diesem Material erfüllt – wahrlich eine nachhaltige Lösung.